Über den Salkantay-Pass zum Machu Picchu

Es gibt viele Wege zur Inka-Stadt Machu Picchu - mit dem Zug, dem Bus oder zu Fuß. Der Klassiker ist natürlich der Inka Trail, da dieser aber auf 500 Personen pro Tag beschränkt ist, muss man das Ticket schon Monate im Voraus buchen. Also haben wir uns für die Alternative - den Salkantay-Trek entschieden. Dieser führt in 5 Tagen auf ca. 70 km durch die verschiedensten Landschaften auf bis zu 4.600 Meter nach Aguas Calientes und von da rauf zum Machu Picchu. 

Also haben wir uns in Cusco um 4 Uhr in der Früh mit unserem Guide Carlos, unserer Köchin Andrea, dem Horseman Luis, sowie Frederika aus Italien und Laura und Bartho aus München auf den Weg gemacht. Übernachtet haben wir 3 x im Zelt und in Aguas Calientes dann in einem Hostal.
Leider hat das Wetter nicht so mitgespielt, wir hatten jeden Tag Regen und dadurch auch nicht solch eine schöne Aussicht - aber ich denke nach der Regenzeit ist das eine wahnsinnig schöne Strecke. Auch nicht besonders schwierig, bis auf den 2. Tag an dem es über den Salkantay-Pass auf 4.600 Meter geht. Leider hatte ich mal wieder mit der Höhe zu kämpfen und habe es deshalb vorgezogen den Pass auf einem Pferd zu bezwingen War auch in tolles Erlebnis, zumal ich das erste Mal auf einem Pferd gesessen bin ;O)

Der Weg hatte aber noch mehr zu bieten als nur wandern - wir haben in Santa Teresa die heißen Quellen besucht, waren auf einer Kaffeeplantage und zum Schluss hatten wir noch die Möglichkeit zum Ziplinen.

Selbst ohne die ausgezeichneten Speisen die uns Andrea täglich serviert hat wären wir nicht verhungert, denn auf dem Weg konnte man alle möglichen Früchte ernten: Bananen, Passionsfrüchte, Avocados, Papayas u.v.m.

Aber der Höhepunkt der Tour war Machu Picchu - hier war das Wetter gnädig und hat uns ein paar Sonnenstunden geschenkt ;O)

Machu Pichhu ist eine alte Ruinenstadt der Inkas, erbaut um 1450 auf  einem Bergsattel in 2.360 Meter Höhe. Die Stadt umfasste mehr als 200 Steinbauten, die durch ein Treppensystem verbunden waren. Man vermutet dass die Stadt damals ca. 1000 Menschen beherbergt und versorgt hat. Forscher schätzen dass bis heute nur etwa 20 % der gesamten Inka-Stadt freigelegt sind. 

Bis heute ist nicht klar, warum die Inkas diese riesige Steinstadt erbauten. Man vermutet, Machu Picchu, auf Deutsch "Alter Gipfel", habe dem Inkaherrscher Pachacútec als Winterresidenz gedient. Andere sagen, die Stadt sei Zentrum für Astronomie und Sterndeutung gewesen. Wie die Inkas vor der Erfindung des Rads derart große Steine bewegen konnten, darüber rätseln Forscher ebenfalls. Die Inkas haben auch ein beeindruckendes Bewässerungssystem ausgetüftelt, um selbst in der Höhe Mais und Kartoffeln anbauen zu können: So konnten sie Quellwasser zu den an Berghänge gebauten Terrassenfeldern bringen. Diese Anlagen sind theoretisch heute noch nutzbar.

Es gibt also sehr viele verschiedene Theorien rund um Machu Picchu, manche werden immer wieder durch neue Ausgrabungen wiederlegt. Man weiß also auch nicht genau warum die Inka-Stadt nach ca. 100 Jahren aufgegeben wurde. 

Auf jedem Fall war es ein großartiges Erlebnis diese alte Inka-Stadt zu erkunden!

 

 

 

 

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