Fjorde, Papageien und der höchste Berg Neuseelands

Die Ostküste war nett, aber wir wollten jetzt doch endlich in die Berge. Und die befinden sich eher an der Westküste der Südinsel.
Das Wetter könnte nach wie vor nicht abwechslungsreicher sein. Einem sonnigen warmen Tag folgt nicht selten ein kalter, nebliger, verregneter Tag, manchmal auch mit leichtem Schneefall. Oder wir haben alles an einem Tag ;0)
Nachdem wir aber sehr flexibel von Tag zu Tag entscheiden was wir machen und wo wir hinfahren macht uns das nicht so viel aus.

Unser erstes Ziel: der bekannte Milford Sound - ein 15 km langer Fjord im Fjordland Nationalpark. Er gehört zu den bekanntesten Touristenattraktionen Neuseelands und zum UNESCO Weltnaturerbe. 

Auf dem Weg dorthin haben wir das erste Mal Bekanntschaft mit Keas gemacht. Keas gehören zu den wenigen Papageienarten, die auch in schneereichen Gegenden leben können. Sie sind sehr gesellige und neugierige Tiere. Besonders gern mögen sie Gummidichtungen und Scheibenwischer am Auto;0). Sie warten also vorm Tunnel, an dem es zu kurzen Wartezeiten kommen kann, und stürzen sich dann auf die Autos. Nicht selten sitzen bis zu 5 Keas auf dem Auto und versuchen so viel Gummi wie möglich vom Auto zu entfernen;0) mit einem Mietauto hat man da natürlich gut Lachen und kann in Ruhe Fotos machen ;O)

Die Fjorde gehören übrigens zu den regenreichsten Regionen der Erde. Wir hatten aber Glück, denn der Tag versprach Sonnenschein, also haben wir uns Bootstickets gekauft und konnten diese wunderschöne Landschaft ein paar Stunden einfach vom Boot aus genießen während uns einige Delphine begleitet haben.

Es gibt auch eine sehr beliebte Mehrtageswanderung, den Milford-Track. Dieser wird aber erst Ende Oktober offiziell "eröffnet" und das wechselhafte Wetter lädt aktuell nicht zu einer Mehrtageswanderung ein.
Das ist sicher ein Nachteil wenn man in der Nebensaison reist, aber für uns überwiegen trotzdem die Vorteile: weniger Menschenmassen, zum Teil günstigere Preise und totale Flexibilität da man nichts vorbuchen muss.

Danach ging es weiter nach Queenstown. Die kleine Stadt mit ca. 12.000 Einwohnern ist das Zentrum des Abenteuertourismus in Neuseeland, hier kann man Bungeespringen, Mountainbiken, Jetboot fahren uvm. Dem entsprechend voll ist es hier auch. Wir haben nur einen guten Kaffee getrunken und sind gleich weitergefahren nach Wanaka. Hier leben etwa halb soviel Einwohner wie in Queenstown und es ist alles etwas gemütlicher. Rundherum bieten sich die Berge für ein paar kürzere oder längerer Wanderungen an. 

In den Neuseeländischen Alpen befindet sich auch der höchste Berg Neuseelands: Aoraki/Mt. Cook ist mit 3.724 m nur etwas niedriger als der Großglockner. Bis 1991 war er noch etwa 10 m höher, aber ein gewaltiger Erdrutsch im Dezember 1991 hat ihm etwas Höhe genommen.
Wir waren nicht oben, denn dafür braucht man mehr als nur gute Bergschuhe - aber wir haben aber eine sehr schöne Wanderung im Mt. Cook Nationalpark gemacht. Hier hat sich übrigens Edmund Hillary (erster auf dem Mt. Everest) auf seine Himalaya-Abenteuer vorbereitet.

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