Die Hauptstadt, ein Erdbeben und eine der beliebtesten Wanderungen Neuseelands

Die Zeit auf der Südinsel ist wahnsinnig schnell vergangen. Wir wären gern länger geblieben. Aber wir wollten ja auch noch etwas Zeit für die Nordinsel haben. Also haben wir, nach ca. 4 Wochen auf der Südinsel, die Fähre von Picton nach Wellington genommen. 
Wellington ist Neuseelands Hauptstadt. Hier leben etwa 190.000 Einwohner. Es ist wie wir finden eine der schönsten Städte Neuseelands. Allerdings ist nicht so leicht nachvollziehbar warum gerade Wellington die Hauptstadt ist. Sie ist um vieles kleiner als Auckland und liegt was Erdbeben betrifft quasi auf einer tickenden Zeitbombe.

Über die Städte Hastings und Napier sind wir in den darauffolgenden Tagen Richtung Taupo gefahren, wo wir eine der schönsten Eintageswanderungen Neuseelands machen wollten und auch gemacht haben - Das Tongariro Alpine Crossing im Tongariro Nationalpark. 
Das Wetter kann in der Gegend sehr schnell wechseln und sehr ungemütlich werden - egal zu welcher Jahreszeit. Laut Wetterbericht gab es innerhalb einer Woche nur einen Tag an dem das Wetter passend erschien, also haben wir diesen gleich genutzt. Wir hatten schon einige Reisende getroffen, die das Crossing nicht machen konnten nachdem sie mehrere Tage in Taupo auf besseres Wetter gewartet haben. 

Da Start und Ende der Wanderung recht weit auseinander liegen, mussten wir ein Shuttle buchen, das uns zum Startpunkt fährt - unser Auto hat dann am Ende auf uns gewartet.

Wir wurden gegen 6:30 Uhr am Parkplatz abgeholt und das Wetter sah vielversprechend aus, in den Bergen hingen zwar noch vereinzelt Wolken, aber die würden sich sicher verziehen - dachten wir;0)
Also sind wir losgewandert, immer in der Hoffnung dass die Wolken irgendwann aufreißen. 19,4 km lagen vor uns. Aber je höher wir kamen, desto nasser, windiger und kälter wurde es. Normalerweise würde man bei den Bedingungen irgendwann umkehren, aber da unser Auto am anderen Ende stand mussten wir da wohl durch.
Ich habe die Wanderung 2011 schon mal an einem sonnigen warmen Tag gemacht und weiß daher was uns entgangen ist. Es ist eine wirklich sehr schöne Strecke! Aber diesmal haben wir nur geschaut dass wir es schnell hinter uns bringen. Etwas über 5 Stunden später waren wir auch wieder zurück am Parkplatz. Dort war es dann auch wieder warm und sonnig ;0)
In der darauffolgenden Nacht sind wir wach geworden weil wir in unserem Auto kräftig durchgerüttelt wurden, es hat ziemlich lang gedauert. Wir haben uns aber nicht so viel dabei gedacht, weil kleinere Erdbeben doch recht häufig vorkommen.

Am nächsten Morgen hatte ich allerdings so viele Nachrichten am Handy, wie maximal an meinem Geburtstag;0) und alle wollten sich vergewissern ob es uns eh gut geht. Da war klar dass es ein größeres Beben war, allerdings auf der Südinsel. Die Details kennen die Meisten aus den Nachrichten...

 

 

 

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